16
Dez
DIY Naturkosmetik, Fakten und Mythen

In den letzten Jahren gab es einen großen Schub für mehr natürliche und biologische Produkte – und das gilt auch für Kosmetika. Heutzutage kann man nicht mehr durch Instagram scrollen, ohne einen Influencer zu sehen, der das neueste „natürliche“ Schönheitsprodukt bewirbt. Aber was bedeutet das eigentlich? Und ist es wirklich besser für Dich? Heute räumen wir mit einigen Mythen auf und teilen die Fakten über DIY-Naturkosmetik.

Was sind DIY-Naturkosmetika?

Selbstgemachte Naturkosmetik wird mit Inhaltsstoffen hergestellt, die aus der Natur stammen – unter anderem Pflanzen, Blumen und Mineralien. Das Ziel dieser Produkte ist es, ihrem natürlichen Zustand so nahe wie möglich zu kommen, d. h. sie enthalten keine scharfen Chemikalien oder synthetischen Duftstoffe. Eine Creme wächst nicht wie ein Apfel am Baum und meistens ist in einem Apfel auch Chemie. Denn Chemie ist überall, egal ob im Brot, in der Creme oder im Öl, aber wir haben nicht überall Synthetik. Denn Synthetik kann beeinflusst werden. Synthetik ist aber nicht Chemie, denn Chemie ist alles. 

Viele Menschen glauben, dass diese Produkte besser für ihre Haut sind, weil sie „natürlich“ sind. Aber ist das wirklich so? Werfen wir einen Blick auf einige der häufigsten Behauptungen über selbst gemachte Naturkosmetik.

Mythos Nr. 1: Naturkosmetik ist chemiefrei

Eines der häufigsten Missverständnisse über Naturkosmetik ist, dass sie völlig frei von Chemikalien ist. Aber das ist einfach nicht der Fall. Tatsächlich enthält alles auf der Erde Chemikalien – sogar Wasser! Der Begriff „chemisch“ bezieht sich einfach auf jede Substanz, die aus Materie besteht. Wenn also jemand sagt, ein Produkt sei „chemiefrei“, heißt das eigentlich, dass es keine synthetischen Chemikalien enthält – und das kann sogar gut sein.

Mythos Nr. 2: Alle synthetischen Chemikalien sind schlecht 

Wie bei allen anderen Dingen auch gibt es gute und schlechte synthetische Chemikalien. Vitamin C zum Beispiel ist eine synthetische Chemikalie, die erstaunliche Vorteile für deine Haut haben kann. Andererseits gibt es auch synthetische Chemikalien wie Parabene und Phthalate, die für deine Gesundheit schädlich sein können. Wenn du dich also für Naturkosmetik zum Selbermachen entscheidest, ist es wichtig, dich zu informieren, um sicherzustellen, dass du Produkte mit sicheren synthetischen Inhaltsstoffen verwendest.

Mythos Nr. 3: Alles aus der Apotheke ist gut für dich

Bei Apotheken-Kosmetik geht der Glaube dahin, dass alles, was dort verkauft wird, gut sein muss. Aber auch in diesen Produkten können Inhaltsstoffe sein, die dein Körper nicht verträgt. In der Apotheke werden keine Hautanalyse und Allergietests durchgeführt, die aufklären könnten, was gut für dich ist und was nicht. 

Mythos Nr. 4: Wenn die Öle naturrein sind, kann ich nicht darauf reagieren. 

Auch Elemente aus der Natur können Allergien hervorrufen, sei es Heuschnupfen, Pollen, Gräser. Die Idee, dass man nicht auf Natur reagiert, ist ein Gedanke, der weitverbreitet ist. Die Natur hat hochreine Toxine. Und die Dosis macht das Gift. Hier als Beispiel Fliegenpilz oder Vogelbeeren. Reagiert jemand sehr empfindlich auf Allergene oder hat ein breites Spektrum an Allergien, kann es sinnvoller und gesünder sein auf konventionelle Kosmetik zurückzugreifen, um Allergene zu meiden.

Mythos Nr. 5: Wenn es juckt, hilft es. 

Es ist nicht normal, dass die Haut juckt nach einer Kosmetik-Anwendung. Wenn die Haut Reaktionen zeigt, sollte die Anwendung sofort abgebrochen werden. Man muss seine eigene Haut kennenlernen, jede Haut ist anders. Bei Reaktionen kann auch der Hautarzt helfen und Kreuzallergien feststellen. Häufig wird auch gesagt, dass die Symptome auf Entgiftungen hindeuten. Aber Ausleitungsreaktionen sind keine Entgiftungen. Das ist eine allergische Reaktion und die Anwendung sollte schnellstmöglichst unterbunden werden.  

Fakt Nr. 1: Sicherheit

In Deutschland dürfen nur sicherheitsüberprüfte Kosmetika auf den Markt kommen. Nicht alle Produkte, die kein Naturkosmetik-Siegel tragen, sind herkömmliche Kosmetik. Die Anschaffung von Siegeln ist oft kosten- und zeitintensiv und steht daher, insbesondere bei kleinen Herstellern, meist nicht auf der Prioritätenliste.

Es gibt viele Produkte, die nicht über das Naturkosmetik-Siegel verfügen, aber dennoch die Richtlinien des Naturkosmetik-Siegels erfüllen. Und nicht alle herkömmlichen Kosmetika enthalten Silikone, Parabene oder Stoffe, die Formaldehyd freisetzen.

Fakt Nr. 2: Inhaltsstoffe

Was will ich für Inhaltsstoffe haben? Darüber muss man sich Gedanken machen! Was machen die und wie können die wo wirken? Wie muss die Dosierung sein? Es gibt große Diskrepanzen bei den einzelnen Dosierungen und für jeden Inhaltsstoff sollte eine genaue Recherche stattfinden. 

Fakt Nr. 3: Fehlende Informationen

Viele Kosmetik-Produkte sind ohne Zulassung auf dem Markt und können dadurch Probleme verursachen. Selbst in Apotheken oder Ähnlichem können einem die falschen Produkte ausgehändigt werden. Die Zulassung besagt, dass ein Produkt unter normalen Gegebenheiten sicher ist. Es ist immer der Einzelfall zu bewerten, was die meisten Apotheken oder auch Drogerie Angestellten nicht einschätzen können. Wenige Leute machen sich Sorgen, bis etwas passiert ist. 

Letztlich ist es eine persönliche Entscheidung, ob du die gekaufte oder selbst gemachte Naturkosmetik verwenden möchtest oder nicht. Es ist jedoch wichtig, dass du dich vor dem Kauf genau informierst und weißt, was du auf deine Haut aufträgst und keine Allergien bekommst. Ich hoffe, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, mit einigen der Mythen rund, um diese Produkte aufzuräumen, damit du eine fundierte Entscheidung darüber treffen kannst, was das Richtige für dich ist!

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